Internationaler Mattensprunglauf wird von den Teilnehmern gelobt
Schanzenrekorde auf der Schülerschanze; Rekord auf der Großen ist machbar

(Beitrag vom 10.06.03 / M.Pietsch/ Mitteldeutsche Zeitung)

Mit einer "La-Ola"-Welle begann die Olympia-Stafette des Saalkreises am Sonnabend in Rothenburg. Hunderte Gäste verfolgten den ersten Auftritt von Knubi als Olympia-Botschafter. Das Maskottchen des Saalkreises trommelte beim Mattenspringen im Nussgrund mächtig für die Olympische Spiele 2012 in Leipzig. Zuschauer und Aktive aus zehn Nationen schlossen den Kragenbären in ihre Herzen.

Während die Skisportler auf der großen und auf der kleinen Schanze um Weiten und Haltungspunkte wetteiferten, tanzte Knubi mit seinem neuen Olympia-Aufkleber auf dem Pelz zwischen Weitenrichterkabine, Schan-zentisch und Zuschauertribüne.

Angefeuert von Stadionsprecher Klaus Dreisbach aus Edlau wurde Udo Fleischhauer, der das Knubi-Fell ausfüllte, auch bei hochsommerlichen Temperaturen nicht müde. Ihm wurden die Faltblätter, die in Wort und Bild die olympische Vision vorstellen, förmlich aus den Händen gerissen. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit für eines der begehrten Erinnerungsfotos mit dem Olympia-Botschafter. Doch auch am Stand des Kreis-Olympia-Komitees (KOK) herrschte viel Trubel.

KOK-Sprecher Hans-Dieter Paul, unterstützt von Petra Sauerbier vom Landratsamt, informierte über Olympia 2012. Ob Keven Titz aus Königsbron (Baden-Württemberg), Stefan Hula aus Polen oder Lokalmatador Peter Ott - alle drückten für Leipzig die Daumen. Wie warme Semmeln gingen Mützen und Shirts mit olympischen Symbolen über den Ladentisch. Die Präsentation war auch Generalprobe für den Auftritt des Saalkreises Ende Juni im Partnerkreis Ludwigshafen. Danach will Knubi in Wettin starten.
Der Slowene Tomaz Zizek, der in der Altersklasse 10/11 mit einer Gesamtnote von 253,9 und Weiten von 17,5 und 18 Metern von der 15-Meter-Schanze gewann, war der überragende Sportler beim Rothenburger Mattenspringen am Pfingstsonnabend. Obwohl im zweiten Durchgang der Pole Patryk Pokorski und Jiri Cvancara aus Tschechien mit jeweils 18,5 Metern sogar den Schanzenrekord einstellten, konnten sie Zizek nicht gefährden. Einen Rothenburger Heimsieg schaffte Patrick Valentin in der Altersklasse 16/17. Auf der 34-Meter-Schanze schaffte er Sprünge von 35 und 36 Metern.