Rothenburger Adler greifen sich Pokale
Dreifachsieg für Junioren - Schanzenparty bis in den Morgen

(Beitrag vom 23.08.05 / M.Pietsch/ Mitteldeutsche Zeitung)

Jessica Blümke setzt nach 26,5 Metern zur Landung an. Die 17-jährige Rothenburgerin gewann auf der neuen Mattenanlage die Damen-Konkurrenz beim 8. Flutlichtspringen im heimischen Nussgrund. (Foto: Andreas Löffler)Schon vor der Ehrung der Besten hüpfte die kleine Lea Gänsler ganz aufgeregt hinter dem Siegerpodest hin und her. Ihre Freude, beim 8. Flutlichtspringen des SFV Rothenburg als Erste in der Altersklasse 6 / 7 nach drei 3,5-Meter-Sprüngen ganz oben stehen zu dürfen, konnte die mutige "Göre" nicht verbergen. Und als es endlich soweit war, streckte die für den SFV startende Wanslebenerin ihren Pokal stolz dem Nachthimmel über der Schanzenanlage im Nussgrund entgegen. Dass die Uhr die 23 längst überschritten hatte, machte die Sache für Lea, die wie alle "Jung-Adler" als "Vorrutscher" ihre Skispringer-Karriere beim SFV begonnen hatte, sicher noch besonders prickelnd.

"Auch wenn diesmal nicht so viele Springer wie im Vorjahr dabei waren, entschädigten die guten Leistungen allemal", konnte Ronald Blümke als SFV-Chef und Leiter der Wettkämpfe, an denen 40 Athleten aus sieben Vereinen teilnahmen, eine gute Bilanz ziehen. Besonders freute sich Blümke über Christian Wunsch. Der hatte trotz einer Muskelverletzung im ersten Sprung das clubinterne Duell mit Schanzenrekordler Patrick Valentin gewonnen. Den Rothenburger Dreifachsieg bei den Junioren machte Marc Abresche perfekt. Die weitesten Sprünge landeten Junior Wunsch und Herren-Sieger Marcel Krüger mit je 35 Metern. Der Harzgeröder erkämpfte ebenso am Ende einen Wanderpokal wie die einheimischen Titelverteidiger Christoph Müller (AK 8 - 11) und Kevin Blümke (AK 12 - 15).

In der Mannschaftswertung setzte Rothenburg I mit Kevin Blümke, Philipp Franke, Christian Wunsch und Patrick Valentin zum Siegsprung auf. Und wie jedes Jahr endete die anschließende Schanzenparty erst in den frühen Morgenstunden. Da träumte Lea Gänsler, die auch gern Fußball spielt, schon längst im Bett von ihrer goldglänzenden Trophäe.