Internationales Flair im Rothenburger Nussgrund - Mattensprunglauf mit Sportlern aus acht Ländern.
(Beitrag vom 11.07.09 / J.Müller)

Auch die Jüngsten werden ihr Können zeigen. (FOTO: ARCHIV/LÖFFLER)Ein sportliches Großereignis steht dem Saalekreis bevor. Am Sonnabend um 15.00 Uhr heißt es im Rothenburger Nussgrund wieder „Schanze frei“. Zur Teilnahme am 7. Internationalen Mattensprunglauf um die Pokale des Landrats haben 80 Sportler aus acht Ländern gemeldet. Neben den Springern aus Deutschland werden Aktive aus Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Ungarn, Polen, Tschechien und Lettland über die drei Bakken (K7, K15 und K34) gehen.

Die Trainer der Springer des SFV Rothenburg, Patrick Valentin und László Müller, sind im Hinblick auf das Abschneiden ihrer „Zöglinge“ optimistisch. Wie László Müller betonte, darf man besonders auf zwei Neuentdeckungen des SFV Rothenburg, die Amazonen und Zwillingsschwestern Josephine Laue und Pauline Laue, gespannt sein. Mit Leif Fricke hat sich ein weiteres Talent des SFV in den Vordergrund geschoben, das sich allerdings im Urlaub befindet und somit nicht in die anstehenden Entscheidungen eingreifen kann. Auf einen Podestplatz erheben vom gastgebenden Verein mit Nachdruck auch gestandene Skiadler wie Christian Wunsch, Kevin Blümke, Marc Abresche und Christian Wendt bei den Herren und Jens Jungk, ewig jung geblieben, bei den über 30jährigen Anspruch. Vereinsvorsitzender Ronald Blümke und sein Trainergespann László Müller und Patrick Valentin hoffen insbesondere bei Christian Wunsch nach nicht ganz so erfolgreicher Wintersaison und längerer Trainingspause auf eine deutliche Steigerung. Als jüngste Starter werden die gerade erst sechs Lenze zählende Hannah Ide und der ebenfalls sechs Jahre alte Pascal Steinert für Rothenburg an den Ablauf gehen.

Die zunehmende Bedeutung des internationalen Events in Rothenburg findet auch darin ihren Ausdruck, dass neben Enno Wank, Vater des seit etlichen Jahren für Oberhof startenden Sprunglaufidols Andreas Wank, Roland Westphal und Roland Valentin ein slowenischer und ein rumänischer FIS-Sprungrichter zum Einsatz gelangen werden. Ein Fingerzeig dafür, dass man die Entwicklungen in Rothenburg auch seitens des Weltverbandes mit Interesse verfolgt. Ronald Blümke stellte mit Freude fest, dass vom Ungarischen Skiverband fünf Sportfreunde aus Köszeg starten werden. Zum dortigen Verein unterhält der SFV Rothenburg schon seit mehreren Jahren freundschaftliche Beziehungen. Diese waren von László Müller, damals noch als aktiver Springer, geknüpft worden. Auch die seit zwei Jahren bestehenden Kontakte zu den Sportfreunden aus dem lettischen Sigulda gestalten sich immer enger, wie der Vereinsvorsitzende Blümke betonte.

Die Drei-Schanzen-Anlage befindet sich in einem Topp-Zustand, wenngleich im Verlauf der nächsten Monate auch eine Erneuerung der Flutlichtanlage ansteht und Sanierungsmaßnahmen an den Anläufen der beiden größeren Schanzen erforderlich werden. Unterstützer der Bauarbeiten und Sponsoren sind natürlich willkommen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Wetterbdingungen im Interesse der Gesundheit der Athleten günstig gestalten. Für das leibliche Wohl der Besucher wird der Rothenburger Verein, wie immer bei den Skisprungveranstaltungen, mit Kaffe und Kuchen sowie durch Rostbratwürste, Kammscheiben, Bier und Limonade rührend sorgen. Auch das kulturelle Interesse kommt nicht zu kurz. So wird die Veranstaltung durch die Jani-Show, eine Travestie-Darbietung der Spitzenklasse, umrahmt werden. Kinder und Jugendliche, die Interesse am Skispringen haben und das Training für diesen schönen Sport beim SFV-Rothenburg aufnehmen möchten, können sich im Wettkampfbüro melden. Außerdem besteht die Möglichkeit während des Vormittagstrainings, allen Wettkampfteilnehmern über die Schulter zu schauen.