Josephin Laue Gesamt-Zweite der FIS-Ladies-Tour
(Beitrag vom 12.08.2018 / S.Laue)

Die 16-jährige Josephin Laue vom SFV Rothenburg kommt in der Tournee-Gesamtwertung der FIS-Ladies Alpencup-Tour auf dem 2. Platz ein. Nach insgesamt sechs Springen, je zwei an den Wettkampforten in Klingenthal (Vogtland, K71), Pöhla (Erzgebirge, K60) und Bischofsgrün (Fichtelgebirge, K64), stehen für sie 1162,4 Punkte zu Buche. Damit konnte sich Josephin knapp vor Alina Ihle (SV Biberau) durchsetzen. Die Thüringerin kam auf 1156,8 Punkte. Der Tour-Gesamtsieg ging mit 1221,0 Punkten überlegen an Lisa Hirner aus Österreich. Insgesamt waren 55 junge Damen der Jahrgänge 2000 bis 2006 aus 7 Nationen am Start.

Dabei verlief die Tour-Woche für Josephin recht wechselhaft. Zum Auftakt auf ihrer Heimschanze in Klingenthal reichte es nur zu Platz 5. Etwas übermotiviert hatte sie hier einen Platz auf dem Podest verfehlt. Umso besser machte es Josephin dann am zweiten Tag. Jetzt hielt sie dem Druck stand und schaffte den Tagessieg. Endlich gelang ihr der 1. Sieg bei einem Alpencup-Springen. Auf der kleinsten der Schanze in Pöhla ging es darum, den Anschluss zu halten. Obwohl Josephin die Schanze nicht sonderlich mag, flog sie im 3. Springen auf 60m, bekam aber reichlich Punktabzug, da sie den Sprung nicht sauber stehen konnte. „Schade, dass Josephin hier „abgerodelt“ hat. Damit hatte sie eine Platzierung unter den ersten 4 verschenkt“, sagt Trainer Henry Glass. Mit einem guten zweiten Sprung betrieb Josephin dann doch noch Schadenbegrenzung und kam noch auf den 10. Platz ein. Am zweiten Tag in Pöhla legte sie mit dem 6. Platz nach, wobei windbedingt der zweite Durchgang abgesagt werden musste. Nach zwei von drei Stationen lag Josephin in der Tour-Wertung auf Platz 3. Der Abschluss der Tournee ging es auf die K64-Schanze in Bischofsgrün. „Diese Schanze liegt mir wieder besser. Da komme ich mehr ins fliegen.“, so Josephins Kampfansage. Dass dem so ist zeigt sie mit einem guten 6. Platz (63,5m/61m/212,1) im 5. Springen. Gerade hier in Bischofsgrün zeigten sich die Springerinnen aus Frankreich, Slowenien und Österreich in starker Form. So bekamen die Zuschauer einen hochwertigen sechsten Wettbewerb zu sehen, in der nicht weniger als zehn Springer jenseits der 60m-Marke landeten. Eigentlich gute Sprünge von Josephin reichten diesmal nur zu Platz 9 (61m/62,5m/211,7). Doch in der Konstanz aller Springen reichte es am Ende zum zweiten Platz in der Tournee. Das ist einfach großartig. Gratulation!
In der Gesamtwertung des Alpencups liegt Josephin Laue mit 280 Punkten auf dem 4. Platz. Es führt hier Hirner (AUT) mit 391 Punkten, vor Repinc Zupancic (SLO) 333 und Ihle (SV Biberau) 328.

Josephin Laue: „Über Platz Zwei in der Tournee-Gesamtwertung freue ich mich total. Es war keine einfache Woche für mich. Die drei Schanzen sind doch recht unterschiedlich. Besonders gefreut habe ich mich über meinen Sieg auf meiner Heimschanze in Klingenthal. Auf der kleinesten Schanze der Tour in Pöhla ging es mir darum, soweit wie möglich vorn reinzuspringen. Obwohl ich hier mit einer verpatzten Landung eine bessere Platzierung verschenkt habe, war ich mit den Sprüngen doch zufrieden. In Bischofsgrün konnte ich mein gutes Fluggefühl wieder mehr ausspielen. Ich habe es geschafft, mit der starken Konkurrenz aus Österreich, Slowenien und Frankreich mitzuhalten. Ich denke, mit dem 2. Platz bin ich für eine recht konstante Leistung in dieser Wettkampfserie belohnt wurden. Jetzt freue ich mich erst mal auf ein paar Tage Pause bevor es wieder ins Trainingslager nach Planica geht.“ Trainer Henry Glass: „Ich hatte ja im Vorfeld gesagt, dass wir um den Sieg mitspringen wollen. Das hat eigentlich gut geklappt.“

Perfekter Einstand in die Saison - Josephin Laue nominiert für Sommer Grand Prix in Hinterzarten
(Beitrag vom 24.07.2018 / S.Laue)

Was für eine schöne Überraschung! Josephin Laue vom SFV Rothenburg wurde vom Deutschen Skiverband für den Sommer Grand Prix der Damen in Hinterzarten nominiert. Die 16-jährige Hallenserin ist somit die erste Skispringerin des Skiverbandes Sachsen-Anhalt, welche an einem Weltcup im Skispringen teilnehmen wird. Als jüngstes Mitglied der „Nationalen Gruppe“ soll sie vor allem Erfahrung sammeln und mit tollen Sprüngen überzeugen. Der Start in die neue Wettkampfsaison verlief für Josephin recht erfolgreich. So konnte sie beim sehr gut besetzten FIS-Cup am 07./08.Juli 2018 in Villach einen sehr guten 14. Platz erkämpfen. Immerhin waren unter den 49 Springerinnen u.a. aus Österreich, Slowenien und Deutschland zahlreiche Damen, welche bereits an Weltcups und COC-Springen teilgenommen haben.

Dass die Leistungsentwicklung aktuelle in die Richtige Richtung geht, bestätigte Josephin auch eine Woche später bei den Deutschen Meisterschaften in Hinterzarten. Von der Rothaus-Schanze HS106 errang sie bei den Damen den 9. Platz im Einzel, sowie den 5. Platz im Team. Unter den Augen von Bundestrainer Andreas Bauer und weiterer Nachwachstrainer des DSV vermochte Josephin mit ihren Sprüngen zu überzeugen.

Als sie vom verantwortlichen Nachwuchstrainer Daniel Vogler gefragt wurde, was sie denn am 27./28.07.2018 vor habe und ob sie denn gern wieder nach Hinterzarten kommen möchte, sagte sie etwas verdutzt „ja“. Mit dieser Entwicklung hatte aber keiner gerechnet, auch ihr Heimtrainer, Henry Glass, nicht. Wie bereits gesagt, war es für alle „eine schöne Überraschung“!

Warum die Skispringer hier keinen Schnee gebrauchen können
(Beitrag vom 09.04.2018 / O. Müller-Lorey, Mitteldeutsche Zeitung)

FOTO: HOLGER JOHNIm Ski- und Freizeitverein Rothenburg (SFV) sind sie froh, dass der Winter vorbei ist - und der Schnee wohl nicht wiederkommt. Was für einen Wintersportverein merkwürdig klingt, ist nicht die einzige Ungewöhnlichkeit. Die Lage des Clubs im Saalekreis-Örtchen an der Grenze zum Salzlandkreis ist ebenso kurios. „Eigentlich sind wir hier im Flachland“, sagt Patrick Valentin, Trainer und Vorsitzender des Vereins.

Trotzdem errichteten enthusiastische Skisprung-Fans in den 60er-Jahren die erste Schanze in Rothenburg. „Hier wird auf Matten gesprungen. Würde Schnee fallen, würde er herunterrutschen und sich am Schanzenende zusammenhäufen. Deshalb können wir bei Schnee nicht springen“, erklärt Valentin.

Doch am vergangenen Samstag, an dem der SFV einen Tag der offenen Tür veranstaltet, ist an Schnee nicht zu denken. Ein paar Dutzend Eltern und Großeltern schauen ihren Kindern zu, wie sie von der „Zwergen-Schanze“ springen. Die größeren und geübteren trauen sich auch an die große Schanze. „Wir wollen mit dem Tag Nachwuchs für unseren Verein gewinnen“, sagt Valentin.

FOTO: HOLGER JOHN - Steve Grabrowitsch kurz vor dem Absprung – Quelle: https://www.mz-web.de/29986724 ©2018Den Tag der offenen Tür, der noch vor ein paar Jahren als „Casting“ bezeichnet wurde, veranstaltet der Club seit sechs Jahren. „Irgendwann standen wir mit nur drei Kindern beim Training und haben uns gedacht, da müssen wir etwas machen.“ 14 Kinder sind am Samstag am Start. Eine gute Zahl findet Valentin. „Wenn nur drei von ihnen hängen bleiben, haben wir viel geschafft.“

Einer, der vor elf Jahren „hängengeblieben“ ist, ist der 14-jährige Steve Grabrowitsch. Wie selbstverständlich stürzt er sich die nach dem Rothenburger Skisprung-Pionier PeterZu den beliebtesten Hörbüchern auf Audible Ott benannte hohe Schanze herunter. Wie hoch sie genau ist, das wissen weder er noch Vereinsvorsitzender Valentin genau. Mit seinem engen Skianzug und der verspiegelten Brille sieht Steve fast aus wie die Profis, die bei den olympischen Spielen gesprungen sind.

„Natürlich habe ich mir das angeguckt“, sagt der Schüler aus Rothenburg. Aber noch lieber als zuzuschauen springe er selber. Als Kind hatte er bei einem Wettkampf in Rothenburg zugesehen und Valentin gefragt ob er auch mal springen dürfe. Er solle zum nächsten Training kommen, habe der gesagt.

Auch heute noch könne sich Jedermann anmelden, nicht nur zum Tag der offenen Tür, betont der Vereinsvorsitzende. Für einen Monatsbeitrag von drei Euro für Kinder und sechs Euro für Erwachsene bekommen Mitglieder das Material gestellt und können dreimal die Woche zum Training gehen. Dabei gelte, so Valentin, je früher man anfange desto besser. „Fünfjährige haben noch gar keine Angst zu springen.“

 

Rothenburger holt Silber bei den Seniorenweltmeisterschaften im slowenischen Planica
(Beitrag vom 14.03.2018 / SFV-Rothenburg)

Während sich in Norwegen am Holmenkollen Andreas Wank mit dem deutschen Nationalteam durch die RawAir kämpft, fanden im slowenischen Planica die Internationalen Seniorenmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination statt. Eine Woche lang lieferten sich Skipringer aus aller Welt und aller Altersklassen zwischen 30 und 74 Jahren spannende Wettkämpfe auf HS30, HS62 und HS102-Schanze. Als einer von knapp 140 Teilnehmern war auch Andreas Teubner vom SFV Rothenburg am Start. Bei der Nordischen Kombination (Springen von der HS62-Schanze und 8-km-Skilanglauf) holte er dabei Silber in seiner Altersklasse.